Change

So gelingt die Veränderung, der erfolgreiche Neustart.

Change-Management

ein wesentliches Werkzeug der Veränderung in Industrie und Wirtschaft, lässt sich selbstverständlich auch im privaten Bereich hervorragend anwenden. Denn die grundlegenden Elemente sind identisch.

Veränderungsarbeit sollte allerdings nicht erst in der Krise beginnen. Es ist ein fortwährender Prozess der stetigen Verbesserung und Neuausrichtung und sollte ein wichtiger, und willkommener Teil der Lebensstrategie sein.

Damit Veränderung gut funktionieren kann, braucht es zunächst einen Blick auf den emotionalen Verlauf:

  • Schock: Nachdem wir mit der bevorstehenden Veränderung konfrontiert wurden, tritt in den meisten Fällen zunächst ein Zustand der Überraschung und des Schocks ein. Die Produktivität und das emotionale Befinden sinken.
  • Verneinung: Nach dem Schockzustand folgt meist die Ablehnung gegenüber der erforderlichen Veränderung.
  • kognitive Einsicht: Sobald wir erkennen, dass die ablehnende Haltung keine Wirkung zeigt, stellt sich kognitive Einsicht ein. Es wird erkannt, dass die Veränderung unvermeidbar und vielleicht sogar notwendig ist. Einsicht bedeutet an dieser Stelle jedoch nicht, dass wir bereit sind, eigene Verhaltensweisen zu ändern. Vielmehr geht es um die Einsicht, dass grundsätzlich akzeptiert wird, dass eine Veränderung stattfinden muss.
  • Akzeptanz = Der Wendepunkt. Hier akzeptieren wir die erforderliche Veränderung und verstehen nicht mehr nur ihre Notwendigkeit. Der Veränderungsprozess kann beginnen.
  • Ausprobieren: In der fünften Phasen werden wir neugierig und ein Lernprozess beginnt. Es wird ausprobiert, welche Verhaltensweisen funktionieren und welche nicht.
  • Erkennen: In einem vorletzten Schritt tritt Erkenntnis ein. Es wird erkannt, dass die durchgeführte Veränderung etwas Gutes hat. Es werden erste Erfolge erzielt und wir erweitern unsere Fähigkeiten.
  • Integration: Abschließend werden die neuen Handlungsweisen vollständig in den Alltag integriert.

5  Schritte erfolgreicher Veränderung

  1. Schritt 1: Analyse
    Aufnahme des Ist-Zustandes, Definition Soll-Zustand, Diagnose von Defiziten und Klärung von Aufgabenfeldern.
  2. Schritt 2: Planung
    Zielformulierung, Entwicklung und Ausarbeitung aller Veränderungs-Pläne und Prozesse (Zeitrahmen, Budget, Konzepte, Kommunikation, Widerstände).
  3. Schritt 3: Training
    Aneignung und aktiver Einsatz der wirksamen Methoden.
  4. Schritt 4: Umsetzung
    Aktive Begleitung und Unterstützung aller Veränderungsprozesse.
  5. Schritt 5: Kontrolle / Monitoring
    Überprüfung des Fortschritts und der Zielerreichung (Soll-Zustand). 

Die 3 Phasen der Veränderung

nach Kurt Lewin
  1. Auftauen. Zu Beginn der Veränderung herrscht ein Gleichgewicht zwischen antreibenden und widerstrebenden Kräften. In der Phase des Auftauens wird ein Bewusstsein für die anstehende Veränderung initiiert. Die antreibenden Kräfte gewinnen an überhand. Die Phase ist geprägt von einer ausführlichen Vorbereitung auf die Veränderung in Form von Analysen, Informationssuche, Diskussionen, etc.
  2. Bewegen  Nachdem ein Ungleichgewicht hergestellt wurde, beginnt nun die Umsetzung der Veränderung. In diesem Veränderungsprozess verlässt man den Status quo und wird dabei auf Widerstände treffen. Diese führen dazu, dass in der zweiten Phase die gewohnte Leistung abnimmt, was im Vorfeld einzuplanen ist. 
  3. Einfrieren   Das Gleichgewicht ist aus den Fugen geraten und muss nun nun neu hergestellt werden. Die Schaffung eines neuen Gleichgewichts erfolgt in der dritten Phase des Modells. Beim Einfrieren liegt der Fokus auf der Eingewöhnung und Integration an die neuen Prozesse, Denkweisen, Verhaltensweisen. Diese Eingewöhnung soll zu einer Stabilisierung führen und verhindern, dass es zu einem Rückfall in den alten Status quo kommt. Weiterhin wird durch die Implementierung der neuen Situation die Leistung gestärkt und im besten Fall eine höhere Leistung als zuvor erreicht.